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Bourbon: Der wilde Bruder des Scotch Whiskys

Bourbon und Scotch Whisky – zwei der bekanntesten Spirituosen der Welt, die oft miteinander verglichen werden. Doch trotz einiger Gemeinsamkeiten, wie der Verwendung von Eichenfässern und der Reifung über mehrere Jahre, gibt es auch einige wesentliche Unterschiede.

Brano
Time2Taste Gründer

Die Getreidesorten:

  • Bourbon: Muss mindestens 51% Mais enthalten, kann aber auch Roggen, Weizen und Gerste enthalten.
  • Scotch Whisky: Darf nur aus Gerste hergestellt werden.

Die Fässer:

  • Bourbon: Muss in neuen, von innen verkohlten Eichenfässern aus den USA hergestellt werden. Diese Fässer dürfen nur einmal verwendet werden.
  • Scotch Whisky: Kann in gebrauchten Fässern aus verschiedenen Ländern und Holzarten gereift werden.

Der Reifeprozess:

  • Bourbon: Muss mindestens zwei Jahre alt sein, die meisten Bourbons reifen jedoch vier Jahre oder länger.
  • Scotch Whisky: Muss mindestens drei Jahre alt sein, viele Single Malts reifen jedoch deutlich länger.

Die Herstellung:

  • Bourbon: Wird in der Regel in Column Stills hergestellt, was zu einem leichteren und milderen Geschmack führt.
  • Scotch Whisky: Wird in der Regel in Pot Stills oder einer Kombination aus Pot Stills und Column Stills hergestellt, was zu einem komplexeren und intensiveren Geschmack führt.

    Zusatzstoffe:

    • Bourbon: Darf keinen Zuckercouleur enthalten. Die Farbe stammt ausschließlich aus dem verkohlten Holz der Fässer.
    • Scotch Whisky: Kann mit Zuckercouleur gefärbt werden.

    Geschmack und Charakter:

    • Bourbon: Bekannt für seinen weichen, runden Geschmack mit Noten von Vanille, Karamell, Eichenholz und Gewürzen.
    • Scotch Whisky: Bietet eine große Vielfalt an Geschmacksnoten, von fruchtig und floral bis hin zu rauchig und torfig.

    Ergänzungen aus dem Informationstext:

    • Entwicklung und Trends: Der Absatz von Premium Bourbons, Single Barrel Bourbons und Aged Bourbons wächst, ähnlich wie der von gutem Scotch Whisky.
    • Klima: In Kentucky ist es grundsätzlich wärmer und schwüler, wodurch Bourbon schneller reifen kann als Scotch Whisky in Schottland.
    • Varianten: In den USA wird auch Whiskey nach Scotch-Art hergestellt, indem Pot Stills verwendet werden. Es gibt auch Rye Whiskys, die trocken und sehr gut schmecken.
    • Jack Daniels: Der am meisten verkaufte und bekannteste amerikanische Whiskey darf nicht Bourbon genannt werden, da er durch Ahornholspäne gefiltert wird und dadurch seinen einzigartigen Geschmack erhält. Er wird als Tennessee Whiskey bezeichnet.

    Fazit:

    Bourbon und Scotch Whisky sind zwei einzigartige Spirituosen mit ihren eigenen besonderen Eigenschaften. Bourbon überzeugt mit seinem weichen, runden Geschmack und seiner vielfältigen Aromenpalette, während Scotch Whisky mit seiner Komplexität und seinen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen begeistert.

    Welcher Whisky besser schmeckt, ist letztendlich Geschmackssache. Probiere verschiedene Bourbons und Scotch Whiskys und entdecke deinen neuen Lieblingswhiskey!

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