Die meisten Weine haben zwischen 11 und 14 % vol Alkohol. Rotwein liegt dabei meist etwas höher als Weißwein, Sekt etwas darunter. Deutlich mehr haben nur Likörweine wie Portwein oder Sherry: Sie dürfen bis zu 22 % vol erreichen.
Was das Weinrecht vorschreibt
Wie viel Alkohol ein Wein haben darf, legt das Weinrecht der EU fest. Die wichtigsten Grenzen:
| Kategorie | Alkohol |
|---|---|
| Wein | mindestens 8,5 bis 9 % vol, höchstens 15 % vol |
| Wein mit geschützter Herkunft | ab 4,5 % vol möglich |
| Perlwein | mindestens 7 % vol |
| Qualitätsschaumwein (Sekt) | Grundwein mindestens 9 % vol |
| Likörwein wie Portwein, Sherry, Madeira | 15 bis 22 % vol |
Die Mindestgrenze für Wein liegt in kühleren Weinbauzonen wie Deutschland bei 8,5 % vol, in wärmeren bei 9 % vol. Für Weine mit geschützter Herkunft darf sie bis auf 4,5 % vol sinken. Deshalb kann ein Moscato d’Asti mit rund 5 % vol ein regulärer Wein sein. Nach oben sind für einzelne Gebiete Ausnahmen bis 20 % vol möglich, wenn der Wein nicht angereichert wurde.
Die Angabe in Volumenprozent heißt: Ein Wein mit 12 % vol enthält in 100 Millilitern 12 Milliliter reinen Alkohol. Den genauen Wert findest du auf jedem Etikett.
Wovon der Alkoholgehalt abhängt
Alkohol entsteht bei der Gärung: Die Hefe wandelt den Zucker im Traubenmost in Alkohol und Kohlendioxid um. Wie viel Alkohol ein Wein hat, hängt deshalb vor allem davon ab, wie viel Zucker die Trauben mitbringen und wie viel davon vergoren wird.
- Reife der Trauben: Je länger eine Traube in der Sonne reift, desto mehr Zucker bildet sie und desto mehr Alkohol kann daraus entstehen.
- Klima: In warmen Regionen reifen die Trauben stärker aus als in kühlen. Die Weine von dort haben entsprechend mehr Alkohol.
- Rebsorte: Sorten unterscheiden sich darin, wie viel Zucker sie einlagern.
- Restsüße: Wird die Gärung früh beendet, bleibt Zucker im Wein. Er schmeckt süßer und hat weniger Alkohol. Ein milder Bacchus oder eine Spätlese mild kommt so oft auf nur 8 bis 8,5 % vol.
Wenig Alkohol: leichte Weine
Wenn du einen Wein mit wenig Alkohol suchst, sind restsüße Weine die naheliegende Wahl. Sie liegen oft deutlich unter 11 % vol und passen gut als Aperitif oder zu scharfen Gerichten. Wer ganz verzichten möchte, findet unsere alkoholfreien Weine in einer eigenen Auswahl.
Wenig Alkohol: restsüße Weine unter 9 Prozent
Viel Alkohol: kräftige Weine
Bei Stillwein liegt die gesetzliche Obergrenze für die meisten Gebiete bei 15 % vol. Kräftige Rotweine aus warmen Regionen kommen nahe an diesen Wert heran. Darüber liegen nur Likörweine. Sie werden mit Alkohol aus Wein verstärkt. Beim Portwein geschieht das schon während der Gärung, deshalb bleibt ein Teil der Süße im Wein.
Viel Alkohol: vom kräftigen Rotwein zum Portwein
Von Prozent zu Gramm
Reiner Alkohol wiegt etwa 0,8 Gramm je Milliliter. Damit lässt sich jede Angabe umrechnen:
- ein Glas mit 0,2 Litern Wein und 12 % vol: rund 19 Gramm Alkohol
- eine Flasche mit 0,75 Litern und 12 % vol: rund 71 Gramm Alkohol
Wie viele Kalorien daraus entstehen und wie Wein im Vergleich zu Bier und Sekt abschneidet, liest du im Beitrag Wie viele Kalorien hat Wein.
Häufige Fragen zum Alkoholgehalt
Die Antworten auf die Fragen, die uns zum Alkohol im Wein am häufigsten erreichen.
Die meisten Weine haben zwischen 11 und 14 % vol. Rotwein liegt meist etwas höher als Weißwein, Sekt etwas darunter. Likörweine wie Portwein kommen auf bis zu 22 % vol.
Trockene Weißweine liegen meist zwischen 11 und 13,5 % vol. Leichte, restsüße Weißweine wie ein milder Bacchus kommen oft nur auf 8 bis 8,5 % vol.
Trockene Rotweine liegen meist zwischen 12,5 und 14,5 % vol. Kräftige Rotweine aus warmen Regionen erreichen 15 % vol, die gesetzliche Obergrenze für die meisten Weine.
Likörweine wie Portwein, Madeira und Sherry. Sie werden mit Alkohol aus Wein verstärkt und dürfen zwischen 15 und 22 % vol haben.
Ein Glas mit 0,2 Litern und 12 % vol enthält rund 19 Gramm reinen Alkohol. Bei 14 % vol sind es rund 22 Gramm.
Leicht oder kräftig im Vergleich
Wie unterschiedlich 8 und 15 Prozent schmecken, merkst du am besten im direkten Vergleich. Genau das machen wir in unseren Tastings.






