Ertragsreduzierung meint gezielte Maßnahmen im Weinberg, um die Menge der Trauben pro Rebe zu senken und so die Qualität zu steigern. Bekanntestes Beispiel ist die Grünlese, bei der im Sommer unreife Trauben abgeschnitten werden. Weniger Trauben bedeuten mehr Konzentration in den verbleibenden Beeren.
Hoher Ertrag und hohe Qualität lassen sich im Weinberg selten vereinbaren. Wer auf Qualität setzt, senkt daher bewusst die Menge der Trauben, die eine Rebe tragen muss. Das nennt man Ertragsreduzierung.
Die bekannteste Form ist die Grünlese, auch Grüne Lese oder französisch Vendange verte. Dabei werden im Sommer, wenn die Beeren noch klein und grün sind, ganze Trauben abgeschnitten. Halbiert man die Traubenzahl, sinkt der Ertrag um etwa 25 bis 40 Prozent.
Mit weniger Trauben kann die Rebe die verbleibenden intensiver versorgen. Zucker, Aromen und Farbstoffe konzentrieren sich stärker. Ertrag lässt sich außerdem über den Rebschnitt im Winter oder durch geringere Düngung steuern.