Der Korkschmecker ist der häufigste Weinfehler: Der Wein riecht muffig-modrig nach nasser Pappe oder feuchtem Keller. Ursache ist meist die Substanz TCA (2,4,6-Trichloranisol), die über den Korken in den Wein gelangt. Betroffen sind je nach Schätzung 3–10 % der mit Naturkork verschlossenen Flaschen. Gesundheitlich ist er harmlos.
Man sagt „der Wein korkt" — und meint den bekanntesten aller Weinfehler. Ein korkiger Wein riecht muffig und modrig, nach nasser Pappe, feuchtem Keller oder altem Holz. Der eigentliche Genuss ist dahin.
Verantwortlich ist meist eine Substanz mit dem sperrigen Namen 2,4,6-Trichloranisol, kurz TCA. Sie entsteht, wenn bestimmte Schimmelpilze auf chlorhaltige Verbindungen treffen, und gelangt überwiegend über den Naturkorken in den Wein. TCA ist extrem geruchsintensiv — schon winzigste Mengen genügen. Je nach Schätzung sind 3 bis 10 Prozent der mit Naturkork verschlossenen Flaschen betroffen. Wichtig: Gesundheitlich ist der Korkschmecker völlig harmlos, es ist ein reiner Genussverlust.
Zwei Missverständnisse sind es wert, aufgeklärt zu werden. Erstens: Nicht jeder Korkschmecker stinkt penetrant. Beim „schleichenden Korkton" dämpft das TCA nur die Frucht, sodass der Wein einfach stumm, flach und leblos wirkt, als hätte jemand die Aromen abgeschaltet. Zweitens, und wichtig gegen einen verbreiteten Irrtum: Korkkrümel im Glas sind kein Korkschmecker — die kann man einfach herausfischen und weitertrinken. Und selbst ein Wein mit Schraubverschluss kann in seltenen Fällen „korken", weil TCA auch aus Holzfässern, der Kellerluft oder der Verpackung stammen kann. Ein Schraubverschluss senkt das Risiko also deutlich, schließt es aber nicht ganz aus. Wer im Restaurant einen Korkschmecker vermutet, darf die Flasche in aller Ruhe reklamieren.
Siehe auch: Verkostung.