Koscherer Wein wird nach jüdischem Speisegesetz erzeugt: Ab dem Traubenpressen dürfen ihn nur sabbatobservante Juden anfassen, es sind keine nichtkoscheren Zusatz- und Schönungsmittel erlaubt. „Mevushal" (kurz erhitzt) bleibt auch danach koscher.
Koscherer Wein folgt den Regeln der jüdischen Speisegesetze (Kaschrut) — nicht jeder israelische Wein ist koscher, aber viele sind es. Die wichtigsten Vorschriften: Ab dem Moment, in dem die Trauben gepresst werden, darf der Wein nur von sabbatobservanten Juden gehandhabt werden; es dürfen keine nichtkoscheren Zusatz- oder Schönungsmittel wie Hausenblase (aus nichtkoscherem Fisch) oder tierische Gelatine verwendet werden; und die Geräte müssen koscher sein. Eine Besonderheit ist „mevushal": Wird der Wein kurz erhitzt (flash-pasteurisiert), bleibt er koscher, selbst wenn ihn danach Nichtjuden oder nicht-observante Personen ausschenken — praktisch für Restaurants und Feiern. Weiter gelten Regeln wie Orlah (keine Trauben von Reben unter vier Jahren) und das Brachjahr Schmitta. Weil koschere Weine tierische Schönungsmittel meiden, sind viele zugleich vegan-freundlich — koscher ist aber nicht automatisch vegan. Qualitativ unterscheidet sich koscherer Wein heute in nichts von konventionellem.