Speyside · Single Malt

Craigellachie – der Oldschool-Speyside

Die Craigellachie-Destillerie am Zusammenfluss von Spey und Fiddich

Craigellachie – eine der letzten Speyside-Brennereien mit Worm Tubs.

Craigellachie ist bewusst altmodisch: schwer, ölig, leicht schweflig. Damit stellt sich die Brennerei gegen das leichte, fruchtige Speyside-Klischee – und wurde erst 2014 als eigenständiger Single Malt entdeckt.

Craigellachie auf einen Blick

Region
Speyside, Ort Craigellachie
Gegründet
1891 (Architekt Charles Doig)
Eigentümer
John Dewar & Sons (Bacardi)
Stil
kräftig, ölig, schweflig-fleischig
Torfgehalt
ungetorft (Note von Worm Tubs, nicht Torf)
Wasserquelle
Allacholl Burn (Little Conval Hills)
Eigene Mälzung
nein (Malz zugekauft)
Maischebottich
ca. 9 t
Washbacks
8 aus sibirischer Lärche
Brennblasen
4 (2 Wash / 2 Spirit), 4 Worm Tubs
Jahresproduktion
rund 4 Mio. Liter/Jahr
Fasspolitik
Abfüllung 46 %, ohne Kühlfiltration/Farbstoff
Kern
Craigellachie 13 / 17 / 23
Besonderheit
Worm Tubs; „Last Great Malts"-Relaunch 2014; Kern von Dewar's / White Horse
Offizielle Seite
craigellachie.com
Selbst
verkostet

Geschmacksprofil

Schweflig / Fleischig
Ölig
Tropische Frucht
Würze
Rauch

Craigellachie wurde 1891 nach Plänen des berühmten Brennerei-Architekten Charles Doig errichtet. Jahrzehntelang war sie ein stiller Held im Hintergrund – das Rückgrat des Blends White Horse. Erst 2014 kam Craigellachie als eigenständiger Single Malt auf den Markt.

Der Charakter ist bewusst „oldschool": Craigellachie nutzt bis heute Worm Tubs. Der geringe Kupferkontakt beim Kondensieren lässt einen schwefligen, fleischigen und öligen Brand entstehen – muskulös und robust, mit einer typischen Ananas-Note, die schon früh als Kennzeichen des Destillats beschrieben wurde.

Heute gehört Craigellachie zu John Dewar & Sons, der Scotch-Sparte des Bacardi-Konzerns. Das Kernsortiment umfasst den 13-, 17- und 23-Jährigen – durchweg mit 46 %, ohne Kühlfiltration und ohne Farbstoff.

Abfüllungen

Aktuell führen wir keine Craigellachie-Abfüllung dauerhaft im Sortiment. Über unser Netzwerk besorgen wir dir viele Whiskys auf Anfrage – schreib uns einfach, wonach du suchst.

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Warum so schweflig?

Craigellachie gehört zu den wenigen Speyside-Brennereien mit Worm Tubs. Diese traditionellen Kühlschlangen geben dem Whisky seinen kräftigen, fleischigen Stil – nachzulesen im Lexikon unter Wurmrohr-Kühler.

Craigellachie live erleben

Herzhaft und ölig, mit tropischer Frucht – vor allem Ananas –, einer schwefligen Tiefe und wachsiger Textur. Ein Whisky für alle, die es kräftig mögen.

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Häufige Fragen

Alles, was du über Craigellachie wissen möchtest.

Warum schmeckt Craigellachie schweflig?

Weil die Brennerei Worm Tubs nutzt. Der geringe Kupferkontakt beim Kondensieren erzeugt einen schwefligen, fleischigen Charakter.

Seit wann gibt es Craigellachie als Single Malt?

Als eigenständiger Single Malt erst seit 2014; zuvor floss der Whisky vor allem in den Blend White Horse.

Wem gehört Craigellachie?

Craigellachie gehört zu John Dewar & Sons, der Scotch-Sparte des Bacardi-Konzerns.

Ist Craigellachie kühlgefiltert?

Nein. Das Kernsortiment wird mit 46 % ohne Kühlfiltration und ohne Farbstoff abgefüllt.

Branislav Jelcic, TIME2TASTE
Branislav Jelcic probiert sich für TIME2TASTE seit Jahren durch die Welt der Whiskys – alle Notizen aus eigener Verkostung.