St. Magdalene – der verlorene Malt von Linlithgow

St. Magdalene in Linlithgow – eine der aeltesten Lowland-Brennereien, 1983 geschlossen.
St. Magdalene, auch „Linlithgow" genannt, war eine der aeltesten Lowland-Brennereien. 1983 fiel sie dem grossen Brennereisterben zum Opfer; die denkmalgeschuetzten Gebaeude wurden zu Wohnungen umgebaut. Heute zaehlt sie zu den meistgesuchten „Lost Distilleries".
St. Magdalene auf einen Blick
- Region
- Lowland (Linlithgow, West Lothian)
- Gegruendet
- kommerzielle Urspruenge Ende 18. Jh.; Verlegung an den heutigen Standort 1834
- Geschlossen
- 1983 (DCL)
- Status heute
- zu Wohnungen umgebaut; Maelzerei & Doig-Pagoden denkmalgeschuetzt (Category C)
- Eigentuemer (zuletzt)
- DCL / United Distillers
- Stil
- Lowland: grasig, Toffee, Zitrus; doppelt destilliert
- Brennblasen
- 5 (2 Wash, 3 Spirit)
- Besonderheit
- benannt nach dem frueheren St-Magdalene-Spital; offizielle Abfuellungen auch als „Linlithgow"
- Bekannte Abfuellungen
- Rare Malts (1979/19 J., 1970/23 J.); „Linlithgow" 30 J. (2004); unabhaengige (G&M, Cadenhead's)
Geschmacksprofil
Die St. Magdalene Distillery in Linlithgow zaehlt zu den aeltesten Lowland-Brennereien Schottlands; ihre kommerziellen Urspruenge reichen ins spaete 18. Jahrhundert zurueck, 1834 zog sie an den heutigen Standort zwischen Union Canal und Bahnlinie. Benannt ist sie nach dem St-Magdalene-Spital, einem frueheren Leprosorium, das einst auf dem Gelaende stand.
Anders als der klassische Lowland-Ruf der Dreifachdestillation vermuten laesst, brannte St. Magdalene doppelt destilliert – ueber fuenf Brennblasen (zwei Wash, drei Spirit Stills). Der Malt war grasig und leicht, mit Toffee und Zitrus. Ab 1912 gehoerte die Brennerei zur DCL und war ein Gruendungsmitglied der Scottish Malt Distillers.
1983 schloss die DCL St. Magdalene im grossen Brennereisterben der Krisenjahre. Die denkmalgeschuetzten Gebaeude – darunter die Maelzerei mit ihren Doig-Pagoden – wurden in den 1990ern zu Wohnungen umgebaut. Offizielle Abfuellungen gab es zu Lebzeiten nicht; erst posthum erschienen die Rare Malts sowie unter dem Namen „Linlithgow" ein 30-Jaehriger.
Abfüllungen
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Whisky anfragenEin Malt namens Linlithgow
Offizielle Abfuellungen erschienen teils unter dem Ortsnamen „Linlithgow". Warum alter Whisky mit den Jahren immer rarer wird, steht im Lexikon unter Angel's Share.
St. Magdalene live erleben
St. Magdalene gilt als typischer Lowlander: grasig und leicht, mit Toffee und Zitrus/Lemongras. Da die Brennerei geschlossen ist, gibt es nur noch aeltere Rare Malts, den „Linlithgow" 30 J. und unabhaengige Abfuellungen.
Whisky-Tasting entdeckenHäufige Fragen
Alles, was du über St. Magdalene wissen möchtest.
Heisst die Brennerei St. Magdalene oder Linlithgow?
Beides. Der Brennereiname ist St. Magdalene; einzelne offizielle Abfuellungen erschienen unter dem Ortsnamen „Linlithgow".
Wurde St. Magdalene dreifach destilliert?
Nein. Trotz Lowland-Herkunft brannte sie doppelt destilliert – ueber fuenf Brennblasen.
Gibt es noch St.-Magdalene-Whisky?
Nur aus Restbestaenden – vor allem die Rare Malts, ein „Linlithgow" 30 J. sowie unabhaengige Abfueller.
Was steht heute auf dem Gelaende?
Die denkmalgeschuetzten Gebaeude wurden zu Wohnungen umgebaut; die Maelzerei mit den Doig-Pagoden ist erhalten.