Biodynamischer Weinbau ist die konsequenteste Form des ökologischen Anbaus. Er geht auf Rudolf Steiner (1924) zurück und begreift den Weinberg als lebendigen Organismus. Neben dem Bio-Verzicht auf Chemie kommen besondere Präparate aus Kräutern, Kuhmist und Quarz zum Einsatz, und die Arbeit richtet sich oft nach einem Mondkalender.
Der biodynamische Weinbau ist die strengste Spielart des Bioweinbaus. Er beruht auf den Ideen von Rudolf Steiner aus dem Jahr 1924 und sieht Weinberg, Reben, Tiere und Boden als einen einzigen lebendigen Organismus.
Kennzeichnend sind die biodynamischen Präparate: etwa Hornmist und Hornkiesel, hergestellt aus Kuhmist oder Quarz und in Kuhhörnern vergraben. Sie sollen Boden und Rebe beleben. Viele Betriebe planen Arbeiten wie Schnitt und Lese nach einem Mond- und Sternkalender.
Der Ansatz ist wissenschaftlich umstritten, prägt aber viele Spitzenweingüter, die ihn als Ausdruck ihres Terroirs verstehen. Wer die Regeln zertifiziert einhält, darf seinen Wein etwa als Demeter kennzeichnen.