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Whisky

Japanese Whisky

Japanese Whisky ist nach schottischem Vorbild gebrannter Whisky aus Japan. Seit 2021 legen freiwillige Branchenstandards fest, dass er komplett in Japan hergestellt und mindestens drei Jahre gereift sein muss — davor war der Begriff ungeschützt.

Auch bekannt als: Japanischer Whisky

Eine Tatsache überrascht selbst Kenner: Bis vor Kurzem konnte "japanischer Whisky" komplett im Ausland gebrannt sein. Weil es lange keine verbindliche Definition gab, durften Hersteller günstigen schottischen Whisky importieren, in Japan abfüllen und als "Japanese Whisky" verkaufen — vollkommen legal. Erst 2021 führte der japanische Branchenverband JSLMA freiwillige Standards ein: Wer sein Produkt "Japanese Whisky" nennen will, muss es in Japan maischen, vergären, destillieren, mindestens drei Jahre reifen und abfüllen, mit Wasser aus Japan. Wichtig zu wissen: Diese Regeln sind kein Gesetz, sondern eine Selbstverpflichtung — sie gelten nur für Verbandsmitglieder, zu denen aber die grossen Namen wie Suntory und Nikka zählen. Die Wurzeln reichen ins Jahr 1923 zurück, als die erste Malt-Brennerei nach schottischem Vorbild entstand; entsprechend ähnelt der Stil dem Scotch, wirkt aber oft besonders fein und präzise gearbeitet. Der Boom der letzten Jahre liess die Preise steigen und alte Jahrgänge knapp werden. Beim Kauf lohnt der Blick aufs Etikett: Nur wo ausdrücklich "Japanese Whisky" und eine konkrete Brennerei stehen, steckt garantiert Japan drin.

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