Mehltau ist eine der wichtigsten Pilzkrankheiten der Weinrebe. Man unterscheidet den Echten Mehltau (Oidium), der die Blattoberseite bei trockenem Wetter befällt, und den Falschen Mehltau (Peronospora), der bei Feuchtigkeit auf der Blattunterseite auftritt. Beide kamen im 19. Jahrhundert aus Nordamerika nach Europa.
Mehltau bezeichnet zwei verschiedene Pilzkrankheiten, die der Weinrebe schwer zusetzen können. Beide wurden im 19. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppt und trafen die europäischen Reben, die keine Abwehr dagegen hatten.
Der Echte Mehltau (Oidium) ist eine Schönwetterkrankheit: Sein mehliger Belag bildet sich vor allem auf der Blattoberseite. Beiämpft wird er klassisch mit Netzschwefel. Der Falsche Mehltau (Peronospora) tritt dagegen in feuchten Jahren auf und sitzt auf der Blattunterseite.
Gegen den Falschen Mehltau half die 1882 entwickelte Bordeauxbrühe aus Kupfer und Kalk. Bis heute sind beide Mehltau-Arten die größte Pilzbedrohung im Weinberg und ein Hauptgrund für den Pflanzenschutz, gerade im ökologischen Weinbau.
Siehe auch: Reblaus, Schwefel, Graufäule.