Xinjiang im äußersten Westen Chinas hat die größte Rebfläche des Landes. Das extreme Wüstenklima liefert vor allem große Mengen einfacher Weine sowie Tafeltrauben und Rosinen.
Xinjiang im fernen Westen Chinas, entlang der alten Seidenstraße, ist die flächenmäßig größte Anbauregion des Landes. Das Klima ist extrem kontinental und wüstenhaft — glühend heiße Sommer, eiskalte Winter, kaum Regen; die berühmte Senke von Turpan gehört zu den heißesten Orten Chinas. Weinbau ist hier nur mit Bewässerung aus dem Schmelzwasser der Berge möglich. Der Großteil der Ernte geht in Tafeltrauben und Rosinen, doch auch große Mengen einfacher Rotweine und Weißweine entstehen, überwiegend aus internationalen Sorten. Wegen der langen Transportwege in die Konsumzentren des Ostens und der extremen Bedingungen ist Xinjiang eher Mengen- als Prestigeregion. Sie zeigt die andere Seite des chinesischen Weinbaus: nicht die polierte Spitze wie Ningxia, sondern die weite, karge Basis, auf der die schiere Größe der chinesischen Traubenproduktion ruht.