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Aufpfropfen (Pfropfung)"

Aufpfropfen ist das Verbinden einer europäischen Edelrebe mit einer widerstandsfähigen amerikanischen Unterlagsrebe. Seit der Reblaus-Katastrophe ist die Pfropfung weltweit Standard im Weinbau.

Auch bekannt als: Aufpfropfen, Pfropfung, Pfropfen, Rebveredelung, Veredelung, Pfropfrebe

Als die Reblaus ab den 1860er-Jahren Europas Weinberge verwüstete, fand man nur eine dauerhafte Lösung: Man pfropft die empfindliche europäische Weinrebe (Vitis vinifera) auf die Wurzel einer reblausresistenten amerikanischen Rebart. Der obere, fruchttragende Teil — das Edelreis — bleibt die gewünschte Rebsorte; die Wurzel, die Unterlagsrebe, stammt von amerikanischen Wildreben, welche die Reblaus vertragen. So wächst über der Erde etwa ein Riesling oder Cabernet, während unter der Erde eine resistente Amerikanerrebe steckt. Beide Teile verwachsen an der Veredelungsstelle zu einer Pflanze. Heute sind fast alle Reben der Welt gepfropft; nur in wenigen wurzelechten Ausnahmeregionen wächst die Rebe noch auf ihrer eigenen Wurzel. Die Pfropfung ist damit eine der wichtigsten Weichenstellungen der Weinbaugeschichte.

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