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Wurzelecht"
Wurzelecht heißt eine Rebe, die auf ihrer eigenen Wurzel wächst — nicht auf eine Unterlage gepfropft. Seit der Reblaus ist das selten und nur in reblausfreien Regionen möglich.
Auch bekannt als: Wurzelecht, Wurzelechte Reben, Ungepfropft
Vor der Reblaus waren alle Reben wurzelecht. Heute ist es die große Ausnahme: Nur wo die Reblaus nie hinkam oder nicht überleben kann, wachsen Reben noch auf ihrer eigenen Wurzel — also ohne Aufpfropfen auf eine Unterlagsrebe. Das betrifft vor allem Chile, durch Wüste, Anden und Pazifik natürlich isoliert; reine Sandböden, in denen die Reblaus nicht vorankommt (etwa Colares in Portugal mit meterhohem Flugsand); einige hohe oder vulkanische Lagen wie am Ätna; Teile Australiens; und die Hochlagen Armeniens. Wurzelechte Reben können sehr alt werden und gelten manchen als besonders authentisch. Ein grundsätzlicher Qualitätsvorteil gegenüber gepfropften Reben ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt — der Reiz liegt eher in Geschichte und Seltenheit.
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