Koshu ist Japans wichtigste autochthone Rebsorte, eine weiße Traube mit rosa-grauer Schale. Sie wächst vor allem in Yamanashi und ergibt sehr leichte, feine, säurefrische Weißweine — ideal zur japanischen Küche.
Koshu ist das Aushängeschild des japanischen Weins. Die weiße Rebe trägt eine ungewöhnliche rosa-graue Schale und wird seit über tausend Jahren in Japan angebaut; genetisch stammt sie überwiegend von der europäischen Weinrebe ab und kam vermutlich über die Seidenstraße aus dem Kaukasus. Ihre relativ dicke Schale hilft ihr, die feuchten japanischen Sommer zu überstehen. Die Weine sind blass strohgelb, sehr leicht und dezent, mit feinen Noten von Zitrus, Pfirsich und einem Hauch Jasmin sowie oft niedrigem Alkohol. Winzer bauen Koshu trocken aus, gern auf der Feinhefe (sur lie) für mehr Textur. 2010 wurde Koshu offiziell in die internationale Rebsortenliste der OIV aufgenommen — ein Meilenstein für den Export. Ihre Heimat ist Yamanashi; sie passt hervorragend zu Sushi und leichter Küche.