Mäuseln ist ein Weinfehler mit einem unangenehmen Ton, der an Ammoniak und den Geruch von Mäuseurin erinnert. Ausgelöst wird er von Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien und der Hefe Brettanomyces. Besonders in heißen Jahrgängen und bei niedrigem Säure- und Schwefelgehalt tritt der Fehler auf.
Mäuseln bezeichnet einen unangenehmen bis widerlichen Weinfehler, dessen Geruch und Nachgeschmack an Ammoniak und den Urin von Mäusen erinnern. Auffällig ist, dass der Ton oft erst im Nachgeschmack, nach dem Schlucken, deutlich wird.
Ursache sind Mikroorganismen: vor allem bestimmte Milchsäurebakterien und die Hefe Brettanomyces bruxellensis, die über ihren Stoffwechsel die verantwortlichen Stoffe bilden. Ein niedriger Säure- und Schwefelgehalt begünstigt ihr Wachstum.
Besonders in sehr heißen Jahrgängen wie 2003 trat Mäuseln gehäuft auf. Weil der Fehler stark vom Säuregrad abhängt, lässt er sich durch sauberes Arbeiten, ausreichend Säure und gezielten Schwefeleinsatz meist vermeiden.