Foodpairing
Wein

Die perfekte Harmonie: Welcher Wein passt zu welchem Essen?

Die Wahl des richtigen Weins zu einem Gericht kann das kulinarische Erlebnis enorm bereichern. Als Weinfachmann weiß der Sommelier im Restaurant genau, welche Weine mit welchen Speisen harmonieren. Doch auch für Genießer in den eigenen vier Wänden ist es wichtig, die Grundprinzipien der Weinauswahl zu kennen.

Brano
Time2Taste Gründer

Harmonie oder Spannung: Die Suche nach dem perfekten Zusammenspiel

Ziel ist es, ein stimmiges und nachhaltiges Genusserlebnis zu schaffen. Dabei gibt es zwei grundlegende Ansätze:

  • Harmonie: Die Geschmackskomponenten von Wein und Speise ergänzen sich gegenseitig und unterstreichen die Aromen des anderen.
  • Spannung: Kontraste zwischen Wein und Speise sorgen für ein dynamisches und komplexes Geschmackserlebnis.

Wein und Speise: Gleichberechtigte Partner

Wein und Speise sollten gleichberechtigte Partner sein. Der Wein darf die Aromen des Gerichts nicht überdecken, sondern sie vielmehr unterstreichen. Die sensorischen Eigenschaften von Wein und Speise müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass sie sich sinnvoll ergänzen.

Wichtige Faktoren bei der Weinauswahl:

  • Zubereitungsart: Die Art und Weise, wie ein Gericht zubereitet wird, beeinflusst die Wahl des Weins. So passen kräftige Rotweine beispielsweise gut zu gegrilltem Fleisch, während leichte Weißweine ideal zu Fischgerichten sind.
  • Fülle und Gehalt: Die Fülle und der Gehalt des Weins sollten zur Intensität des Gerichts passen. Ein vollmundiger Rotwein harmoniert beispielsweise gut mit einem deftigen Schmorgericht, während ein leichter Weißwein zu einem Salat besser passt.
  • Aromenausprägung und -intensität: Die Aromen des Weins sollten zu den Aromen des Gerichts passen. So passen fruchtige Weißweine gut zu Gerichten mit frischem Gemüse, während würzige Rotweine ideal zu Wildgerichten sind.

Mehrgängiges Menü: Steigerung der Intensität

Bei einem mehrgängigen Menü sollte die Intensität der Weine von Gang zu Gang steigen. Als Faustregel gilt: Der Wein sollte immer etwas kräftiger sein als das jeweilige Gericht.

Wechselwirkungen zwischen Wein und Speisen:

  • Süße: Süße im Wein verstärkt die Aromen der Speise und schwächt Säure, Schärfe und Bitterstoffe im Gericht ab.
  • Säure: Säure im Wein betont die Schärfe und die Würze des Gerichts, verstärkt die Säure und kann die Süße der Speise abschwächen.
  • Alkoholgehalt: Ein hoher Alkoholgehalt des Weins verstärkt sowohl die Süße als auch die Würze des Gerichts. Er kann Schärfe abmildern und macht Fett besser verdaulich.
  • Salz: Salz verstärkt die Aroma- und Bitterstoffe und auch die Süße – sowohl in der Speise als auch im Wein.
  • Bitterstoffe: Bitterstoffe im Wein (in Form von Tanninen) verringern die Süße im Gericht und helfen bei der Fettverdauung.
  • Röststoffe: Röststoffe (ob in der Speise durch scharfes Anbraten oder im Wein durch Holzfassausbau) harmonisieren die Süße und mäßigen die Säure.
  • Kohlensäure: Kohlensäure im Perl- oder Schaumwein dämpft die Süße der Speise; gleichzeitig wirken Schaumweine in Verbindung mit Essen oft süßer, als sie tatsächlich sind.

Foodpairing: Wein und Essen harmonisch vereint

Gericht

Weinempfehlung

Begründung

Geflügel:

Helles Fleisch (z.B. Hähnchen, Pute): Weißweine wie Riesling, Silvaner oder Pinot Grigio Dunkles Fleisch (z.B. Ente, Wildente): Rotweine wie Spätburgunder, Merlot oder Syrah

Die fruchtigen und frischen Weißweine passen hervorragend zu hellem Geflügel, während die kräftigen Rotweine die Aromen von dunklem Geflügel ideal unterstreichen.

Fisch:

Weißweine wie Sauvignon Blanc, Chardonnay oder Grüner Veltliner; Roséweine aus der Provence oder dem Languedoc

Die fruchtigen und säurebetonten Weißweine harmonieren perfekt mit der Frische von Fisch, während die Roséweine eine leichte Würze hinzufügen.

Vegetarische Gerichte:

Weißweine wie Riesling, Pinot Grigio oder Sauvignon Blanc;  Roséweine; Leichte Rotweine wie Pinot Noir oder Gamay

Die Vielfalt der vegetarischen Gerichte erfordert eine ebenso vielfältige Auswahl an Weinen. Weiße und Roséweine passen gut zu leichten Gerichten, während leichte Rotweine kräftigere Gerichte ergänzen können.

Pasta:

Tomatensoße: Rotweine wie Chianti, Barbera oder Montepulciano; Sahnesoße: Weißweine wie Chardonnay, Viognier oder Pinot Grigio; Pesto: Weißweine wie Vermentino, Sauvignon Blanc oder Pigato

Die Wahl des Weins hängt stark von der Art der Pastasoße ab. Kräftige Rotweine passen gut zu tomatigen Saucen, während Weißweine ideal zu Sahnesaucen und Pesto harmonieren.

Käse:

Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah (zu kräftigen Käsesorten); Weißweine wie Chardonnay, Sauvignon Blanc oder Riesling (zu milden Käsesorten); Dessertweine wie Portwein oder Sauternes (zu süßen Käsesorten)

Die Wahl des Weins hängt von der Art des Käses ab. Kräftige Rotweine passen gut zu würzigen Käsesorten, während Weißweine ideal zu milden Käsesorten harmonieren. Dessertweine runden den Genuss von süßen Käsesorten perfekt ab.

Dessert:

Süßweine wie Portwein, Sauternes oder Tokaji Aszu; Schaumweine wie Champagner oder Prosecco; Leicht süße Rotweine wie Spätburgunder oder Grenache

Die Süße des Desserts sollte durch die Süße des Weins ausgeglichen werden. Dessertweine und Schaumweine passen hervorragend zu Schokoladendesserts und fruchtigen Tartes, während leicht süße Rotweine ideal zu Käsekuchen oder Tiramisu harmonieren.

Diese Tabelle bietet lediglich einen allgemeinen Überblick. Die optimale Weinauswahl hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel den persönlichen Vorlieben, den verwendeten Zutaten und der Zubereitungsart des Gerichts.

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