Gewürztraminer ist die aromatischste weiße Rebsorte überhaupt — unverwechselbar durch seinen intensiven Duft nach Rosenblüten und Litschi. Die Weine sind vollmundig und opulent, mit milder Säure, und reichen von trocken bis edelsüß. Der Name geht auf das Südtiroler Weindorf Tramin zurück; die rötlichen Beeren machen ihn zum Sonderfall unter den Weißweinen.
Man erkennt ihn mit geschlossenen Augen: Kein anderer Weißwein duftet so unverwechselbar nach Rosenblüten und Litschi wie der Gewürztraminer. Diese beiden Aromen gelten unter Sommeliers als sichere Erkennungszeichen — wer sie im Glas hat, hat mit großer Sicherheit einen Gewürztraminer vor sich. Er ist der Aromariese unter den Weißweinen.
Seine betörende Duftfülle — neben Rose und Litschi auch Honig, Veilchen, Muskat und exotische Früchte — verdankt er einem hohen Gehalt an Aromastoffen in der Beerenschale. Damit gehört er zu den sogenannten Bukettsorten oder Aromarebsorten. Ein verbreitetes Missverständnis steckt schon im Namen: Das Wort Gewürz meinte ursprünglich nicht scharf-würzig, sondern parfümiert. Und noch eine Besonderheit: Obwohl es ein Weißwein ist, hat der Gewürztraminer rötlich schimmernde Beeren, weshalb er auch Roter Traminer heißt.
Seinen Namen trägt er nach dem Südtiroler Weindorf Tramin, wo schon vor Jahrhunderten Traminer-Reben wuchsen; seine besten trockenen und edelsüßen Weine kommen heute aus dem Elsass (dort Gewurztraminer geschrieben) und aus Südtirol. Am Gaumen ist er vollmundig, kräftig und oft mit spürbarer Restsüße, seine Säure dagegen mild — was ihn samtig wirken lässt. Diese Kombination macht ihn zum idealen Partner für kräftige, würzige Küche: asiatische Currys, marokkanische Tajines oder intensive Käse wie Munster. Ein Wein mit Charakter, der niemanden kalt lässt.
Siehe auch: Elsass.