Time2Taste Lexikon


Nordmazedonischer Weinbau

Nordmazedonien ist ein großes, sonniges Weinland auf dem Balkan. Auf rund 22.400 Hektar entstehen zu etwa 80 Prozent Rotweine, allen voran aus der kräftigen Nationalrebe Vranec. Zentrum ist das Vardar-Tal um Tikveš.

Auch bekannt als: Nordmazedonischer Weinbau, Mazedonischer Weinbau, Wein aus Nordmazedonien, Mazedonischer Wein

Nordmazedonien blickt auf eine lange Weintradition zurück: Zu jugoslawischer Zeit kam rund zwei Drittel des gesamten Weins des Landes von hier. Auf etwa 22.400 Hektar Rebfläche entstehen heute zu rund 80 Prozent Rotweine. Das mit Abstand wichtigste Gebiet ist das warme, sonnige Vardar-Tal mit der Region Tikveš, wo vier von fünf Weingütern des Landes stehen. Die Nationalrebe ist der dunkle, kraftvolle Vranec — nirgends auf der Welt wächst mehr davon. Daneben spielt die alte Sorte Kratošija eine Rolle, die genetisch mit Primitivo und Zinfandel identisch ist, sowie die einzige wirklich autochthone Rebe des Landes, die seltene Stanušina. Bei den Weißweinen prägen die aromatische Temjanika, die bodenständige Smederevka und Welschriesling das Bild. Nordmazedonischer Wein bietet oft ein bemerkenswertes Preis-Genuss-Verhältnis.

← Zurück zum Lexikon