Proof ist eine ältere Maßeinheit für den Alkoholgehalt. Im US-System entspricht Proof dem doppelten Volumenprozent (40 % = 80 Proof), im historischen britischen System dem 1,75-Fachen (40 % = 70 Proof). Heute gilt überwiegend die Prozentangabe.
Wer auf einer Flasche „100 Proof" liest, sollte wissen: Diese Zahl bedeutet je nach Land etwas anderes. Im US-amerikanischen System ist Proof schlicht das doppelte Volumenprozent — 40 Prozent Alkohol sind 80 Proof, 50 Prozent sind 100 Proof. Das historische britische System dagegen rechnete mit dem Faktor 1,75, sodass dieselben 40 Prozent dort 70 Proof ergaben. Ein und dieselbe Flasche kann also zwei verschiedene Proof-Zahlen tragen — eine klassische Verwechslungsfalle. Der Ursprung ist kurios: Im England des 16. Jahrhunderts prüfte man Spirituosen mit Schießpulver. Übergoss man Pulver mit Alkohol und es brannte noch, galt der Branntwein als „proof" (erwiesen) und wurde höher besteuert; brannte es nicht, war er zu schwach. Ab 1816 wurde daraus ein festes System. Heute hat die einfache Volumenprozent-Angabe (% vol) den Proof weitgehend abgelöst: Die EU stellte 1973 um, Großbritannien 1980. In den USA ist die Proof-Angabe zusätzlich zum Prozentwert weiterhin üblich und begegnet einem vor allem auf Bourbon-Etiketten.
Verwandte Begriffe: ABV.