Time2Taste Lexikon


Wein

Alkohol

Alkohol im Wein ist Ethanol, das bei der Gärung aus dem Zucker der Trauben entsteht. Sein Gehalt wird in Volumenprozent angegeben und liegt bei den meisten Weinen etwa zwischen 11 und 15 Prozent. Alkohol trägt Körper, Wärme und Aromen und ist ein zentraler Baustein für die Balance eines Weins.

Auch bekannt als: Ethanol, Weinalkohol, Alkoholgehalt, Volumenprozent

Aller Weinalkohol stammt aus der Gärung: Hefe wandelt den Zucker des Mosts in Ethanol um. Wie viel Alkohol möglich ist, zeigt schon das Mostgewicht in Grad Öchsle – je reifer und zuckerreicher die Trauben, desto höher der potenzielle Gehalt. Wo die Natur zu wenig liefert, darf in vielen Regionen begrenzt angereichert werden.

Sensorisch ist Alkohol weit mehr als ein Rauschmittel. Er gibt dem Wein Körper und ein wärmendes Mundgefühl, verstärkt den Eindruck von Süße und muss mit Säure, Tannin und Frucht im Gleichgewicht stehen. Ist zu viel davon da, wirkt der Wein brandig und unharmonisch.

Die Bandbreite reicht von leichten Kabinettweinen um 8 bis 10 Prozent bis zu kräftigen Rotweinen jenseits von 14 Prozent. Weil wärmere Jahrgänge den Zucker und damit den Alkohol steigen lassen, gewinnen entalkoholisierte Weine als Gegentrend an Bedeutung. Bei Spirituosen wird die deutlich höhere Stärke über Angaben wie Proof beschrieben.

Auch bei Spirituosen wie Whisky gilt gut eingebundener Alkohol als Qualitätsmerkmal – er brennt nicht, sondern schwingt harmonisch mit.

Verwandte Begriffe: ABV.

← Zurück zum Lexikon