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Whisky

Bourbon

Bourbon ist amerikanischer Whiskey aus mindestens 51 Prozent Mais, gereift in neuen, innen ausgekohlten Eichenfässern. Er darf überall in den USA entstehen — nicht nur in Kentucky — und schmeckt typisch süsslich nach Vanille und Karamell.

Auch bekannt als: Bourbon Whiskey

Der hartnäckigste Bourbon-Irrtum: Er müsse aus Kentucky kommen. Muss er nicht. Zwar stammen rund 95 Prozent aus Kentucky, doch gesetzlich darf Bourbon überall in den USA gebrannt werden. Was ihn wirklich definiert, sind andere Regeln: mindestens 51 Prozent Mais in der Getreidemischung, dem "mash bill", und — das ist entscheidend — die Reifung in fabrikneuen, innen ausgekohlten Eichenfässern. Genau diese verkohlte Fassinnenseite gibt dem Bourbon seine typische Süsse: Vanille, Karamell, Kokos, ein Hauch Zimt. Weil jedes Fass nur einmal verwendet werden darf, wandern die gebrauchten Bourbon-Fässer anschliessend um die halbe Welt und reifen dort Scotch, Irish oder Rum — ein Kreislauf, von dem die ganze Whiskywelt profitiert. Seit 1964 ist Bourbon als typisch amerikanisches Erzeugnis geschützt ("distinctive product of the United States"). Trägt er zusätzlich "Straight" im Namen, reifte er mindestens zwei Jahre ohne Zusätze. Verwandt ist der Rye Whiskey, der statt Mais mindestens 51 Prozent Roggen nutzt und dadurch würziger und trockener ausfällt.

Siehe auch: American Whiskey, Small Batch.

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