Die schottischen Inseln (ausser Islay) sind KEINE offizielle Whiskyregion, sondern zählen rechtlich zu den Highlands. Im Handel werden sie dennoch oft als eigene Kategorie geführt, weil die Inselbrennereien einen erkennbar maritim-eigenständigen Charakter teilen.
Die "schottischen Inseln" tauchen auf fast jeder Whisky-Landkarte als eigene Region auf — und trotzdem gibt es sie offiziell gar nicht. Die Scotch Whisky Regulations von 2009 kennen nur fünf geschützte Regionen, und die Inseln zählen rechtlich zu den Highlands. Der Grund ist historisch: Als die Regionen definiert wurden, gab es nur eine Handvoll Inselbrennereien — zu wenige für eine eigene Kategorie. Deshalb ist etwa Talisker von der Insel Skye rechtlich ein Highland-Malt, obwohl er wie ein klassischer Inselwhisky schmeckt. Gemeint sind mit den Inseln alle whiskyproduzierenden Inseln ausser Islay, das seinen eigenen geschützten Status hat: Skye, Orkney, Mull, Jura, Arran, Harris, Lewis und Raasay. Warum führt der Handel sie trotzdem als eigene Gruppe? Weil die Inselbrennereien einen erkennbaren gemeinsamen Charakter teilen: maritim, würzig, oft mit einem Hauch Rauch — kräftiger als Speyside, aber meist weniger extrem getorft als Islay. Bekannte Namen sind Talisker (Skye), Highland Park und Scapa (Orkney), Arran, Jura und Tobermory (Mull). Wer "Islands-Whisky" sucht, meint also eine gebräuchliche Handelskategorie, keine gesetzliche Region.