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Whisky

Peated / Getorft

Peated (getorft) bezeichnet Whisky, dessen Gerstenmalz über Torfrauch getrocknet wurde. Der Rauch legt Phenole ins Korn und bringt rauchig-maritime Aromen. Die Rauchintensität wird in ppm (Phenolgehalt im Malz) gemessen.

Auch bekannt als: getorft, Torf, rauchiger Whisky, ppm, Phenole, peat, phenol ppm, Phenolgehalt, Torfgehalt

Der typische Rauchgeschmack mancher Whiskys entsteht schon ganz am Anfang, beim Mälzen. Um die gekeimte Gerste zu trocknen, verbrennen manche Brennereien Torf — verdichtetes Pflanzenmaterial aus Mooren. Der aufsteigende Rauch legt sich als sogenannte Phenole ins Korn und bleibt bis ins fertige Glas erhalten: als Aroma von Lagerfeuer, Räucherspeck, Seetang und einer fast medizinischen Note. Gemessen wird die Rauchintensität in ppm (parts per million) — aber Achtung, hier lauert ein verbreiteter Irrtum: Der ppm-Wert bezieht sich auf das Malz, nicht auf den fertigen Whisky. Beim Brennen und Reifen geht ein Großteil verloren, aus 50 ppm im Malz werden oft nur 10 bis 15 ppm im Glas. Zwei weitere Richtigstellungen gehören dazu: Getorft heißt nicht automatisch Islay — auch in den Highlands, auf Orkney und in Campbeltown wird Torf verwendet. Und umgekehrt ist nicht jeder Islay-Whisky getorft; Brennereien wie Bruichladdich brennen auch ungetorfte Malts. Rauch ist also kein Herkunftsstempel, sondern eine bewusste Stilentscheidung der Brennerei.

Herkunft: Mittellateinisch peta; genaue Wurzel unsicher, nicht eindeutig gälisch.

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