Time2Taste Lexikon


Whisky

Maische (Whisky)

Beim Maischen wird das geschrotete Malz (Grist) im Maischbottich mit heißem Wasser vermischt, damit die Enzyme die Stärke in Zucker umwandeln. Es entsteht eine süße Würze (Wort). Anders als die Wein-Maische besteht sie aus Getreide, nicht aus Trauben.

Auch bekannt als: Mashing, Mash, Würze, Wort, Maischbottich

Der Begriff „Maische" führt leicht in die Irre, denn beim Wein meint er etwas ganz anderes: dort zerquetschtes Traubengut, hier gemälztes Getreide. Beim Whisky beginnt das Maischen damit, dass das getrocknete Malz zu grobem Schrot gemahlen wird, dem sogenannten Grist. Dieser Grist wandert in den Maischbottich (Mash Tun) und wird dort mit heißem Wasser vermischt — und zwar in mehreren Schritten mit steigender Temperatur: Der erste Aufguss bei etwa 63 bis 65 Grad weckt die Enzyme, die nun die Stärke in Zucker verwandeln; ein zweiter bei rund 75 Grad und ein dritter bei etwa 85 Grad spülen die restliche Süße aus dem Korn. Das Ergebnis ist eine warme, zuckrige Flüssigkeit, die Würze oder „Wort". Sie ist der Treibstoff für die spätere Gärung, denn ohne Zucker kann die Hefe keinen Alkohol bilden. Die ausgelaugten Getreidereste, „Draff" genannt, bleiben zurück und werden traditionell als nahrhaftes Viehfutter genutzt — nichts wird verschwendet. Bis hierher ist noch kein Tropfen Alkohol im Spiel; das ändert sich erst bei der Gärung.

← Zurück zum Lexikon