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Rum

Zuckerrohrhonig

Zuckerrohrhonig (spanisch miel de caña) ist eingekochter Zuckerrohrsaft und der dritte, seltenste Rohstoff-Weg für Rum. Dabei wird frischer Zuckerrohrsaft so lange gekocht, bis er honigartig dickflüssig ist. Die bekanntesten Rums aus Zuckerrohrhonig stammen aus Guatemala, etwa Ron Zacapa und Botran.

Auch bekannt als: Miel de caña, Sugar Cane Honey, Zuckerrohrsirup

Zwischen den beiden großen Rohstoff-Wegen — Melasse und frischer Zuckerrohrsaft — steht ein dritter, weit weniger bekannter: der Zuckerrohrhonig. Für ihn wird der frisch gepresste Zuckerrohrsaft über Stunden eingekocht, bis nur noch etwa ein Drittel als zähflüssige, honigartige Masse übrig bleibt. Anders als Melasse ist er kein Rückstand der Zuckergewinnung, sondern ein bewusst konzentrierter Saft. Der Weg ist aufwendig und entsprechend selten — nur wenige Brennereien nutzen ihn, die meisten davon in Guatemala. Das prominenteste Beispiel ist Ron Zacapa, der mit „miel virgen de caña", frischem Zuckerrohrhonig, wirbt; auch Botran arbeitet auf diese Weise. Der Reiz liegt in der Konzentration: Weil der Saft vor der Gärung eingedickt wird, gehen Aromen und Zucker in verdichteter Form in die Maische. Rums aus Zuckerrohrhonig gelten als besonders weich und rund. Zur ehrlichen Einordnung gehört allerdings, dass diese weiche, süße Charakteristik bei manchen Marken auch aus nachträglicher Zuckerung stammen kann — ein Blick auf die Angaben lohnt, wenn es um puren Rumgenuss geht.

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