Highland · Single Malt

Loch Lomond – die Brennerei mit den ungewöhnlichen Brennblasen

Die Loch-Lomond-Destillerie bei Alexandria südlich des Sees

Loch Lomond bei Alexandria – Malt und Grain unter einem Dach, mit einzigartigen Geradehals-Brennblasen.

Loch Lomond ist einer der wenigen Orte Schottlands, an dem Malt- und Grain-Whisky unter einem Dach entstehen – und die einzige Brennerei, die im Kernbetrieb ihre ungewöhnlichen Geradehals-Brennblasen nutzt. Das macht sie zum Chamäleon unter den Highlandern.

Loch Lomond auf einen Blick

Region
Highland, Alexandria (bei Glasgow)
Gegründet
Mitte der 1960er-Jahre
Eigentümer
Loch Lomond Group
Master Blender
Michael Henry (seit 2007)
Stil
vielseitig, fruchtig-tropisch
Torfgehalt
mehrere Stile (ungetorft bis ca. 50 ppm)
Wasserquelle
eigenes Bohrloch (Grundwasser)
Eigene Mälzung
nein (Malz zugekauft)
Maischebottich
Edelstahl, Full-Lauter (ca. 5 t)
Washbacks
Edelstahl (Malt: 21 Stück)
Brennblasen
8 Pot Stills (u. a. 4 Geradehals-/Lomond-Stills) + 3 Grain-Kolonnen
Jahresproduktion
Malt ca. 5 Mio., Grain ca. 18–20 Mio. Liter/Jahr
Fasspolitik
überwiegend Ex-Bourbon, diverse Finishes; eigene Böttcherei
Kern
The Original, 12/14/18/21, Inchmurrin, Inchmoan
Besonderheit
Malt und Grain unter einem Dach; Whisky der Open Championship
Offizielle Seite
lochlomondwhiskies.com
Selbst
verkostet

Geschmacksprofil

Tropische Frucht
Vielseitigkeit
Vanille
Rauch (je nach Stil)
Cremig / Ölig

Loch Lomond entstand Mitte der 1960er-Jahre bei Alexandria, südlich des gleichnamigen Sees und rund 30 Kilometer nordwestlich von Glasgow. Anders als es der Name vermuten lässt, zählt die Brennerei zur Region Highland. Seit den 1990er-Jahren steht neben der Malt- auch eine Grain-Produktion auf dem Gelände – Loch Lomond ist damit einer der wenigen Standorte Schottlands, die beides unter einem Dach vereinen, samt eigener Böttcherei.

Das Markenzeichen sind die Geradehals-Brennblasen: Statt eines geschwungenen Schwanenhalses sitzen im geraden Hals regelbare Rektifizierböden. Über den einstellbaren Rückfluss lässt sich aus derselben Maische ein breites Spektrum an Stilen erzeugen. Ergänzt werden sie durch klassische Pot Stills und Säulenbrennblasen für den Grain-Whisky. Loch Lomond gilt als einzige Scotch-Brennerei, die diese Bauart im Kernbetrieb einsetzt.

Entsprechend vielseitig ist das Sortiment: vom ungetorft-fruchtigen Inchmurrin über den getorften Inchmoan bis zu Kernabfüllungen wie dem 12-, 14-, 18- und 21-Jährigen. Die Brennerei gehört heute zur Loch Lomond Group und ist zugleich offizieller Whisky der Open Championship – jährlich erscheinen limitierte Editionen zum Turnier.

Abfüllungen

Aktuell führen wir keine Loch Lomond-Abfüllung dauerhaft im Sortiment. Über unser Netzwerk besorgen wir dir viele Whiskys auf Anfrage – schreib uns einfach, wonach du suchst.

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Über unser Netzwerk können wir tausende Whiskys organisieren, die wir nicht ständig vorrätig haben – von der gesuchten Sonderedition bis zum alten Jahrgang. Schreib uns einfach, was du suchst. Bitte plane etwas mehr Zeit ein als bei unseren vorrätigen Artikeln (übliche Lieferung 2–3 Tage).

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Eine Maische, viele Whiskys

Loch Lomonds Geradehals-Brennblasen steuern über den Rückfluss den Charakter des Brands. Wie der Rückfluss wirkt, steht im Lexikon unter Reflux.

Loch Lomond live erleben

Je nach Abfüllung tropische Frucht (Ananas, Birne), Vanille und Honig – oder ein rauchig-maritimer Ton beim getorften Inchmoan. Verbindend ist eine fruchtige, leicht ölige Handschrift.

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Häufige Fragen

Alles, was du über Loch Lomond wissen möchtest.

Zu welcher Region gehört Loch Lomond?

Trotz des Namens zählt Loch Lomond offiziell zur Region Highland. Die Brennerei liegt bei Alexandria südlich des Sees, rund 30 Kilometer nordwestlich von Glasgow.

Was ist an den Brennblasen von Loch Lomond besonders?

Loch Lomond nutzt Geradehals-Brennblasen mit Rektifizierböden im Hals. Über den regelbaren Rückfluss lassen sich viele verschiedene Stile aus derselben Maische brennen.

Ist Loch Lomond getorft oder ungetorft?

Beides. Loch Lomond stellt ungetorfte, fruchtige Malts (Inchmurrin) ebenso her wie rauchig-getorfte (Inchmoan).

Wem gehört Loch Lomond?

Die Brennerei gehört zur Loch Lomond Group, zu der auch Glen Scotia in Campbeltown zählt.

Branislav Jelcic, TIME2TASTE
Branislav Jelcic probiert sich für TIME2TASTE seit Jahren durch die Welt der Whiskys – alle Notizen aus eigener Verkostung.