Aragonien im Nordosten Spaniens gilt als eine der wichtigsten Heimatregionen der Garnacha. Zwischen Ebro und Pyrenäen liegen vier Weinbaugebiete: Campo de Borja, Calatayud und Cariñena mit oft uralten Garnacha-Reben sowie das kühlere Somontano am Fuß der Berge, das auch auf internationale Rebsorten setzt.
Aragonien ist Garnacha-Land. In Campo de Borja, das sich selbst gern „Imperio de la Garnacha“ nennt, und im hoch gelegenen Calatayud stehen teils über hundertjährige Reben, aus denen tiefe, würzige Rotweine werden. Das Gebiet Cariñena gab der gleichnamigen roten Rebsorte Cariñena ihren Namen; angebaut werden dort heute vor allem Garnacha und Tempranillo.
Einen anderen Weg geht Somontano am Rand der Pyrenäen: Das jüngere Weinbaugebiet ist für sein kühleres Klima bekannt und ergänzt die heimischen Sorten um Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot. So reicht Aragoniens Spektrum vom wuchtigen Rotwein alter Garnacha-Reben bis zu frischen, modern ausgebauten Weinen aus dem Norden.