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Tasting-WissenWein

Merlot

Merlot ist eine der meistangebauten roten Rebsorten der Welt und gilt als der weiche, zugängliche Gegenpol zum kräftigen Cabernet Sauvignon. Typisch sind samtige Tannine und fruchtbetonte Aromen von Pflaume, Kirsche und Schokolade. Ihre Heimat ist Bordeaux, besonders das rechte Ufer mit Pomerol und Saint-Émilion. Merlot ist oft Cuvée-Partner, aber auch reinsortig ein Genuss.

Auch bekannt als: Merlot Noir

Wenn Cabernet Sauvignon der kräftige, kantige Charakter unter den Bordeaux-Reben ist, dann ist Merlot sein sanfter Gegenspieler: weich, rund, zugänglich. Diese beiden ergänzen sich so gut, dass sie in unzähligen Weinen ein Paar bilden — die Struktur und Tanninkraft des einen, die Fülle und Weichheit des anderen.

Merlot besticht durch seinen samtigen, fruchtbetonten Charakter. Im Glas zeigt er dunkle Frucht — Pflaume, Kirsche, Brombeere —, dazu bei Fassreife Noten von Schokolade, Vanille und Tabak. Seine Tannine sind weich, die Säure moderat, was ihn oft schon in jungen Jahren zugänglich und trinkfreundlich macht. Genau das macht ihn zu einem idealen Einstiegs-Rotwein, ohne dass anspruchsvolle Weinfreunde ihn unterschätzen sollten: Die besten Merlots verbinden ihre geschmeidige Art mit erstaunlicher Tiefe.

Seine Heimat ist Bordeaux, vor allem das rechte Ufer mit den Appellationen Pomerol und Saint-Émilion. Dort entstehen einige der teuersten Weine der Welt, allen voran der legendäre Château Pétrus. Als Nummer zwei der weltweit meistangebauten Rotweinsorten (nach Cabernet Sauvignon) wächst Merlot heute in Italien, Kalifornien, Chile und vielen anderen Ländern. Ein charmantes Detail zum Namen: Merlot leitet sich vermutlich von „merle" ab, dem französischen Wort für Amsel — die Vögel liebten die dunklen, süßen Trauben. Ob als weicher Solist oder als unverzichtbarer Partner großer Cuvées: Merlot steht für Genuss ohne Schwere.

Siehe auch: Bordeaux, Vale dos Vinhedos, Tessin, Dealu Mare, Thrakisches Tiefland, Canelones, Galiläa (Galil), Ningxia.

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