Eine AVA (American Viticultural Area) ist ein abgegrenztes Weinbaugebiet in den USA. Anders als eine europäische Appellation legt sie nur die geografische Herkunft fest, nicht Rebsorten, Erträge oder Ausbau. Steht eine AVA auf dem Etikett, stammen mindestens 85 Prozent der Trauben von dort.
Eine AVA, kurz für American Viticultural Area, ist das US-Pendant zur Appellation, ein amtlich abgegrenztes Weinbaugebiet. Vergeben werden sie von der Behörde TTB; die erste war 1980 Augusta in Missouri, heute gibt es rund 279.
Der entscheidende Unterschied zur europäischen Appellation: Eine AVA definiert nur die Herkunft. Sie schreibt weder Rebsorten noch Erträge oder Weinbereitungsmethoden vor. Auf dem Etikett bedeutet eine AVA lediglich, dass mindestens 85 Prozent der Trauben aus diesem Gebiet stammen.
Neben der Herkunft regeln US-Vorschriften auch die Etikettangaben: Eine Sortenangabe verlangt mindestens 75 Prozent der genannten Rebsorte (in Oregon oft 90 Prozent), eine Jahrgangsangabe mindestens 85 Prozent und, sobald eine AVA genannt ist, sogar 95 Prozent. Der geschützte Begriff Estate Bottled bedeutet, dass der Wein vollständig aus eigenen Lagen derselben AVA im eigenen Keller entstanden ist. Nicht geregelt sind dagegen Begriffe wie Reserve oder Old Vine: Anders als die europäischen Reserva-Stufen darf sie in den USA jeder Erzeuger frei verwenden.