Grappa ist ein italienischer Tresterbrand. Er wird aus Trester destilliert – den festen Pressrückständen der Weinbereitung, also Traubenschalen und -kernen. Die Bezeichnung ist in der EU geschützt und nur Erzeugnissen aus Italien vorbehalten. Grappa unterscheidet sich damit vom Weinbrand, der aus Wein gebrannt wird, und vom Traubenbrand aus ganzen Trauben.
Grappa nutzt, was bei der Weinbereitung übrig bleibt: den Trester. Nach dem Pressen der Trauben werden die zurückbleibenden Schalen und Kerne vergoren und destilliert. So entsteht ein Brand, der die Herkunft seiner Rebsorten oft deutlich zeigt.
Nur in Italien hergestellter Tresterbrand darf Grappa heißen – ein von der EU geschützter Name. Junge Grappa ist klar und kräutrig; im Holzfass gereifte Varianten werden goldgelb, milder und komplexer.
Grappa wird traditionell als Digestif nach dem Essen getrunken, gern leicht gekühlt, und ist als Schuss im Espresso, dem Caffé corretto, beliebt. Aus ganzen Trauben gebrannt spricht man dagegen von Traubenbrand.
Siehe auch: Traube, Destillation, Chacha.