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Wein

Traube

Die Traube ist die Frucht der Weinrebe und der Rohstoff jedes Weins. Sie besteht aus Beerenhaut, Fruchtfleisch, Kernen und dem Stielgerüst. In der Haut sitzen Farbstoffe, Tannine und Aromastoffe, im Fleisch Zucker, Säure und Wasser – aus diesem Zusammenspiel entstehen Farbe und Charakter des späteren Weins.

Auch bekannt als: Weintraube, Keltertraube, Weinbeere, Beere

Umgangssprachlich meint „Traube" oft die Rebsorte – fachlich ist das zweierlei. Die Rebsorte ist die Varietät (etwa Riesling oder Spätburgunder), die Traube ist die konkrete Frucht am Rebstock. Für Wein zählt außerdem der Unterschied zwischen Kelter- und Tafeltraube: Keltertrauben sind kleiner, kernreicher und aromatisch dichter, während Tafeltrauben auf Größe und mildes Fruchtfleisch gezüchtet sind.

Der Aufbau der Beere entscheidet über den späteren Wein. In der Beerenhaut sitzen Farbpigmente und Gerbstoffe – deshalb entsteht Rotwein erst, wenn der Saft Kontakt zur Haut hat. Das Fruchtfleisch liefert Zucker, Säure und Wasser; aus dem Zucker wird bei der Gärung Alkohol. Die Kerne enthalten bittere Gerbstoffe, die im Keller nicht zerdrückt werden sollen.

Mit fortschreitender Reife steigt der Zucker, während die Säure sinkt. Der Zeitpunkt der Ernte bestimmt damit Stil und Kraft des Weins. Nach der Lese wird die Traube zu Most und Maische weiterverarbeitet – der erste Schritt auf dem Weg ins Glas.

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