Regent ist die bekannteste pilzwiderstandsfähige Rotweinsorte Deutschlands. 1967 auf dem Geilweilerhof aus Diana und Chambourcin gekreuzt, wehrt sie Echten und Falschen Mehltau weitgehend selbst ab. Auf rund 1.550 Hektar ergibt sie dunkle, kräftige Rotweine. Sie gilt als Pionier des umweltschonenden Weinbaus.
Der Regent wurde 1967 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in der Pfalz gekreuzt, aus Diana und der französischen Sorte Chambourcin. 1996 kam die Zulassung. Über Chambourcin trägt er Erbgut amerikanischer Wildreben – das macht ihn zur PIWI-Sorte.
Der praktische Nutzen ist der Grund für seinen Erfolg: Regent wehrt Echten und Falschen Mehltau weitgehend selbst ab. Wo sonst zehn bis zwölf Spritzungen nötig wären, reichen oft zwei bis drei. Im Bio-Weinbau, wo nur Kupfer zur Verfügung steht, ist das ein Argument von Gewicht.
Auf rund 1.550 Hektar ist er die meistangebaute pilzwiderstandsfähige Sorte des Landes. Der Rotwein ist tiefdunkel, kräftig, mit reifer Kirsche, Cassis und spürbarem Tannin – körperreicher, als man einer Neuzüchtung mit diesem Auftrag zutrauen würde.