PIWI ist die Kurzform für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Sie tragen eingekreuztes Erbgut von Wildreben und wehren Echten und Falschen Mehltau weitgehend aus eigener Kraft ab. Der Pflanzenschutzaufwand sinkt dadurch um bis zu 80 Prozent. In Deutschland standen 2024 rund 3.500 Hektar mit PIWI-Sorten, Tendenz deutlich steigend.
PIWI ist die Kurzform für „pilzwiderstandsfähig“. Gemeint sind Rebsorten, die Echten und Falschen Mehltau sowie Graufäule weitgehend aus eigener Kraft abwehren. Möglich wird das durch eingekreuztes Erbgut amerikanischer und asiatischer Wildreben, die mit diesen Pilzen seit jeher leben.
Der praktische Effekt ist groß: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln lässt sich um bis zu 80 Prozent senken. Weniger Spritzfahrten bedeuten weniger Verdichtung des Bodens, weniger Kupfer im Weinberg und deutlich niedrigere Kosten – besonders in Steillagen, wo jede Fahrt aufwendig ist.
2024 standen in Deutschland rund 3.500 Hektar mit PIWI-Sorten, etwa 3,5 Prozent der Rebfläche, mit zweistelligen Zuwachsraten. Bekannteste rote Sorte ist der Regent, bei den weißen führt Souvignier Gris. Fachlich sind PIWI-Sorten eine besondere Gruppe der Neuzüchtungen – ihre Kreuzungspartner stammen eben nicht nur aus der Edlen Weinrebe.
Siehe auch: Solaris.