Eine Neuzüchtung ist eine Rebsorte, die durch die gezielte Kreuzung zweier Sorten der Edlen Weinrebe entstanden ist. Ziel sind frühere Reife, ein höheres Mostgewicht, mehr Aroma oder bessere Frostfestigkeit. Bekannte deutsche Neuzüchtungen sind Müller-Thurgau, Dornfelder, Kerner, Bacchus und Scheurebe. Von der Kreuzung bis zur Zulassung vergehen oft Jahrzehnte.
Eine Neuzüchtung entsteht, wenn Züchter die Blüte einer Rebsorte gezielt mit dem Pollen einer anderen bestäuben. Beide Eltern gehören zur Edlen Weinrebe, Vitis vinifera. Aus tausenden Sämlingen wird über Jahrzehnte selektiert – von der Kreuzung bis zur Sortenzulassung vergehen oft 30 Jahre und mehr.
Die Motive haben sich mit der Zeit gewandelt. Um 1900 ging es vor allem darum, in kühlen Lagen überhaupt zuverlässig reife Trauben zu ernten. Später kamen Ertrag, Aroma und Frostfestigkeit dazu. Deutschland ist ein Züchtungsland: Die Institute in Geisenheim, Weinsberg, Alzey und auf dem Geilweilerhof haben das Sortenbild des Landes geprägt.
Wichtige deutsche Neuzüchtungen sind Müller-Thurgau, Dornfelder, Kerner, Bacchus und Scheurebe. Nicht zu verwechseln mit den PIWI-Sorten: Die tragen zusätzlich Erbgut von Wildreben und sind dadurch pilzwiderstandsfähig – jede PIWI ist eine Neuzüchtung, aber nicht jede Neuzüchtung ist eine PIWI.
Siehe auch: Cserszegi Fűszeres, Rubin, Viorica, Ortega, Argaman, Marselan.