St. Laurent ist eine dunkle, aromatische Rotweinsorte aus Mitteleuropa. DNA-Analysen zeigen, dass sie ein Nachkomme des Spätburgunders ist. In Deutschland stehen rund 560 Hektar, vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen. Die Weine sind kräftig, mit Sauerkirsche, Holunder und dunkler Schokolade.
St. Laurent ist in Österreich und Tschechien zu Hause und von dort nach Deutschland gekommen. Seine Herkunft war lange unklar; DNA-Analysen haben inzwischen gezeigt, dass er ein Nachkomme des Spätburgunders ist – gehört also zur Burgunderfamilie, ohne selbst eine gezielte Kreuzung zu sein.
Der Name geht auf den Laurentiustag am 10. August zurück: Um diesen Tag beginnt die Sorte, sich zu färben. Sie treibt früh aus und ist frostempfindlich, verlangt also gute Lagen.
In Deutschland stehen rund 560 Hektar, die Schwerpunkte liegen in der Pfalz und in Rheinhessen. Der Rotwein ist dunkler und kräftiger als ein Spätburgunder, mit deutlichem Tannin und Aromen von Sauerkirsche, Holunder und dunkler Schokolade. Im Holz gereift, gewinnt er spürbar an Körper.