Thrakien ist Griechenlands nordöstlichste Weinregion, an der Grenze zu Bulgarien und der Türkei. Sie ist jung, aufstrebend und setzt auf eine Mischung aus einheimischen und internationalen Sorten.
Thrakien ist eine der ältesten Weinlandschaften Europas — schon im antiken Mythos war es die Heimat des Weingottes Dionysos — und zugleich eine der jüngsten in der modernen griechischen Weinszene. Lange spielte die abgelegene Grenzregion im Nordosten kaum eine Rolle; erst in den letzten Jahrzehnten haben ambitionierte Güter das kühle, hügelige Hinterland neu erschlossen. Angebaut wird ein breites Spektrum: einheimische Sorten wie Xinomavro und die aromatische Malagousia neben internationalen Klassikern wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Chardonnay. Die meisten Weine laufen als Regionalwein (g.g.A./PGI) statt unter einer engen Appellation. Thrakien steht damit für das moderne, experimentierfreudige Griechenland, das seine Randlagen wiederentdeckt.
Siehe auch: Trakya (Türkisch-Thrakien).