Die Wahl des Fasses prägt Farbe und Aroma des Whiskys entscheidend. Am häufigsten sind Ex-Bourbon-Fässer (hell, Vanille, Kokos) und Ex-Sherry-Fässer (dunkel, Trockenfrucht, Nuss). Übliche Größen: Barrel ~200, Hogshead ~250, Butt ~500 Liter.
Kein Bauteil prägt den Whisky so sehr wie das Fass — und fast immer hat es vorher schon etwas anderes enthalten. Die beiden wichtigsten Typen: Das Ex-Bourbon-Fass aus amerikanischer Weißeiche gibt helle, süße Noten von Vanille, Karamell und Kokos. Es ist so verbreitet, weil US-Bourbon gesetzlich nur einmal in fabrikneuen Fässern reifen darf — die riesigen Mengen gebrauchter Fässer wandern anschließend nach Schottland und in die ganze Welt (siehe Eintrag „Bourbon"). Das Ex-Sherry-Fass aus europäischer Eiche dagegen bringt dunkle, kräftige Aromen von Rosine, Feige, Nuss, Schokolade und Weihnachtsgewürz. Auch die Größe zählt, denn sie bestimmt das Verhältnis von Holz zu Flüssigkeit: Ein Barrel fasst rund 200 Liter, ein Hogshead etwa 250, ein Sherry-Butt rund 500 Liter. Kleinere Fässer reifen schneller, weil mehr Holzfläche auf weniger Whisky wirkt. Wichtig ist außerdem, zum wievielten Mal ein Fass befüllt wird: Ein „First Fill" gibt intensiv Aroma ab, ein mehrfach genutztes „Refill"-Fass subtiler — ideal für sehr lange Reifung, damit das Holz den Whisky nicht überdeckt. Gesetzlich sind Fässer bis 700 Liter erlaubt.
Siehe auch: Whisky-Reifung.
Siehe auch: Single Cask, Virgin Oak (Neuholz).
Herkunft: Englisch, aus altfranzösisch/spanisch casco. „Butt" von spätlateinisch buttis (Fass), nicht anstößig.