Ardbeg: Islays torfige Legende
Die Ardbeg-Destillerie an der Südküste Islays.
Ardbeg ist einer der rauchigsten und meistgeliebten Single Malts der Welt – gebrannt seit 1815 an der Südküste von Islay. Typisch sind intensiver Torfrauch, teerig-medizinale Noten und maritime Salzigkeit, die sich mit Zitrus und einer überraschenden Süße verbinden. Heute gehört Ardbeg zur Glenmorangie Company (LVMH).
Ardbeg auf einen Blick
- Region
- Islay (Kildalton), Schottland
- Gegründet
- 1815 · John McDougall
- Eigentümer
- The Glenmorangie Company (LVMH / Moët Hennessy)
- Distillery Manager
- Bryony McNiven (seit Januar 2026)
- Stil
- Torfig, teerig-medizinal, maritim
- Torfgehalt
- ca. 50–55 ppm Phenol (Malz)
- Wasserquelle
- Loch Uigeadail
- Washbacks
- 6 (Holz)
- Brennblasen
- 2 Wash Stills · 2 Spirit Stills (Spirit Still mit Purifier)
- Jahresproduktion
- ca. 2,4 Mio. Liter (nach Kapazitätsverdopplung)
- Fasspolitik
- überwiegend Ex-Bourbon, dazu Sherry (z. B. Uigeadail)
- Transparenz
- Core Range naturfarben · nicht kühlgefiltert (je Abfüllung prüfen)
- Besonderheit
- Purifier an der Spirit Still · Fangemeinde „Ardbeg Committee"
- Offizielle Seite
- ardbeg.com
verkostet
Geschmacksprofil
Ardbeg vereint massiven Torfrauch mit einer erstaunlichen Klarheit: Ruß, Teer und Jod treffen auf Zitrus, Limette und eine feine Vanille-Süße. Der Purifier an der Spirit Still filtert schwerere Aromen zurück – das gibt Ardbeg trotz aller Wucht seine typische, saubere Komplexität.
Woher kommt der Name?
„Ardbeg" leitet sich vom gälischen An Àird Bheag ab und bedeutet „die kleine Landzunge" – eine Anspielung auf die felsige Landspitze an der Südküste Islays, an der die Brennerei liegt. Ausgesprochen wird der Name „Ard-beg".
Herkunft & Herstellung
Ardbeg liegt an der torf- und wetterumtosten Südküste von Islay, im Kildalton-Gebiet, in direkter Nachbarschaft zu Lagavulin und Laphroaig. Das Wasser stammt aus dem Loch Uigeadail. Das Malz ist mit rund 50–55 ppm Phenol stark getorft – der Ursprung des intensiven Rauchs.
Gegärt wird in sechs hölzernen Washbacks, destilliert in zwei Brennblasenpaaren. Die Besonderheit: An der Spirit Still sitzt ein Purifier (ein Läuterrohr), der schwerere Alkohole zurück in die Blase leitet. So entsteht trotz kräftiger Torfnote ein überraschend klarer, komplexer Brand. Ein 2019 fertiggestelltes Stillhouse hat die Kapazität auf rund 2,4 Millionen Liter verdoppelt.
Nach schweren Jahren und einer Schließung 1981 wurde Ardbeg 1997 von der Glenmorangie Company wiederbelebt; seit 2004 gehört das Haus zum Luxuskonzern LVMH. Die Core Range wird naturfarben und ohne Kühlfilterung abgefüllt (je Abfüllung prüfen).
Die wichtigsten Abfüllungen

Ardbeg Corryvreckan
Verkostungsnotiz: Pfeffer, Seetang, Espresso, dunkle Früchte, Sternanis


Ardbeg Ten
Verkostungsnotiz: Zitrone, Limette, Pfeffer, Zimt, Salz, Buttermilch, Banane, Johanisbeere
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Whisky-Tastings entdeckenHäufige Fragen
Alles, was du über Ardbeg wissen möchtest.
Wonach schmeckt Ardbeg?
Intensiv rauchig und torfig mit teerig-medizinalen Noten, dazu Zitrus, maritime Salzigkeit und eine überraschende Vanille-Süße. Sehr langer, rauchiger Abgang.
Welcher Ardbeg ist der beste Einstieg?
Der Ardbeg Ten (10 Jahre, 46 %). Mehr Wucht bietet der Corryvreckan in Fassstärke, mehr Sherry-Tiefe der Uigeadail.
Wie stark ist Ardbeg getorft?
Das Malz ist mit rund 50–55 ppm Phenol getorft – Ardbeg zählt zu den rauchigsten Single Malts Islays.
Wem gehört Ardbeg heute?
Ardbeg gehört zur Glenmorangie Company und damit zum Luxuskonzern LVMH (Moët Hennessy). Gegründet wurde die Brennerei 1815.
Weiterlesen & nachschlagen
Hinweis: Islay-Regionsseite und die Lexikon-Knoten (Torf, Single Malt, Fasstypen) sind noch nicht gebaut – Links stehen auf der To-do-Liste und werden nachgezogen.