Serbien ist ein altes Weinland mit rund 70.000 Hektar Reben. Rückgrat ist die autochthone rote Rebe Prokupac, dazu weiße Sorten wie Smederevka und Tamjanika. Bekannteste Regionen sind Fruška Gora und Župa.
Der serbische Weinbau reicht bis in die Antike zurück — schon zur Römerzeit und später in den mittelalterlichen Klöstern der Nemanjić-Dynastie wurde hier Wein gemacht. Heute stehen rund 70.000 Hektar Reben im Land, mit einem leichten Übergewicht an Weißwein. Die stolze autochthone Rebe ist der rote Prokupac, lange das Herz des südserbischen Weinbaus. Im Norden, in der Vojvodina, liegt die historische Klosterregion Fruška Gora mit ihrer Spezialität Bermet; im Zentrum die Region Župa rund um Aleksandrovac. Bei den Weißweinen prägen die bodenständige Smederevka, die aromatische Tamjanika und Welschriesling (hier „Grašac") das Bild, bei den internationalen Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot. Nach schwierigen Jahrzehnten erlebt der serbische Wein heute eine deutliche Qualitätswende.