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Anreicherung

Anreicherung ist die gesetzlich geregelte Zugabe von Zucker zum Most vor oder während der Gärung, um den Alkoholgehalt des späteren Weins zu erhöhen. Anders als viele denken, wird der Wein dadurch nicht süßer. Benannt ist das Verfahren nach dem Chemiker Chaptal, daher auch Chaptalisierung.

Auch bekannt als: Chaptalisierung, Chaptalisation, Aufzuckerung

Bei der Anreicherung, auch Chaptalisierung genannt, gibt der Winzer dem Traubnmost vor oder während der Gärung Zucker zu. Die Hefe wandelt diesen zusätzlichen Zucker in Alkohol um. Das Verfahren ist nach dem französischen Chemiker Jean-Antoine Chaptal benannt.

Wichtig: Der Wein wird dadurch nicht süßer, sondern nur stärker im Alkohol. In kühlen Jahren oder Regionen, in denen die Trauben von Natur aus wenig Zucker bilden, hilft die Anreicherung, einen ausgewogenen Wein zu erzeugen.

Das Verfahren ist streng geregelt. In der EU ist es je nach Weinbauzone nur bis zu einer bestimmten Obergrenze erlaubt und bei deutschen Prädikatsweinen ganz verboten. Nicht zu verwechseln ist die Anreicherung mit der Süßreserve, die den Wein tatsächlich süßt.

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