Balance bedeutet, dass die einzelnen Bausteine eines Weins — Süße, Säure, Tannin, Alkohol und Frucht — im Gleichgewicht stehen und keiner davon vorsticht. Ein ausgewogener Wein wirkt harmonisch und stimmig. Balance gilt als eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale, unabhängig davon, ob ein Wein leicht oder kräftig ist.
Ein guter Wein ist wie ein gutes Orchester: Kein Instrument drängt sich vor, alle spielen zusammen. Genau das meint Balance — das Gleichgewicht der Bausteine, aus denen ein Wein besteht.
Diese Bausteine sind Süße, Säure, Tannin, Alkohol und Frucht. In einem ausgewogenen Wein hält jeder den anderen in Schach: Die Säure fängt die Süße auf, die Frucht polstert das Tannin, der Alkohol trägt, ohne zu brennen. Sticht dagegen ein Element hervor — eine schrille Säure, ein bitteres Tannin, ein brandiger Alkohol —, wirkt der Wein unfertig oder unruhig.
Das Schöne an der Balance: Sie ist unabhängig vom Stil. Ein leichter, frischer Weißwein kann genauso perfekt ausbalanciert sein wie ein wuchtiger Rotwein — es kommt nur darauf an, dass die Elemente zueinander passen. Deshalb gilt Balance quer durch alle Weinarten als eines der sichersten Zeichen für Qualität. Wenn dir ein Wein einfach stimmig vorkommt, ohne dass du sagen kannst warum, ist es meist die Balance, die du schmeckst.
Siehe auch: Umami.