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RumTasting-Wissen

Barbados-Rum

Barbados gilt als Geburtsort des Rums: Hier fällt um 1650 die erste schriftliche Erwähnung des Getränks, damals „Kill-Devil" oder „Rumbullion" genannt — woraus sich das Wort Rum ableitet. Der typische Bajan-Stil ist ein ausgewogener Blend aus Pot- und Column-Still-Rum: elegant, rund, mittelkräftig.

Auch bekannt als: Barbados Rum, Bajan Rum, Bajan Style, Kill-Devil, Mount Gay

Kein Ort ist enger mit der Entstehung des Rums verbunden als Barbados. Die früheste bekannte Erwähnung stammt von hier, um 1650, wo ein feuriger Zuckerrohrbrand „Kill-Devil" oder „Rumbullion" hieß — letzteres ein alter englischer Dialektausdruck für Aufruhr, aus dem das Wort Rum entstand. Auf Barbados steht auch die älteste kommerzielle Rum-Marke der Welt: Mount Gay, deren ältester Firmennachweis auf 1703 datiert. Neben Mount Gay prägen Foursquare, die West Indies Rum Distillery und St. Nicholas Abbey die Insel. Der Bajan-Stil — benannt nach der Kreolsprache der Insel — ist definiert durch die Balance: Fast alle Barbados-Rums sind ein Verschnitt aus Pot-Still-Destillat (kräftig, aromatisch) und Column-Still-Destillat (leicht, klar), meist in Ex-Bourbon-Fässern gereift. Das ergibt einen runden, eleganten, mittelkräftigen Rum, der weder die Wucht Jamaikas noch die Schwere Guyanas hat. Zur Einordnung: Anders als Martinique oder Guyana hat Barbados bis heute keine abschließend festgelegte geschützte Herkunftsbezeichnung — über die genaue Definition eines „Barbados-Rums", etwa zur Frage der Süßung, wird unter den Brennereien der Insel noch gerungen.

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