Rum ist eine Spirituose aus Zuckerrohr — hergestellt durch Gärung und Destillation von Melasse, Zuckerrohrsirup oder frischem Zuckerrohrsaft. In der EU muss Rum mindestens 37,5 % vol haben, unter 96 % vol destilliert sein und darf höchstens 20 Gramm Zucker je Liter enthalten. Aromatisieren ist verboten.
Rum stammt ursprünglich aus der Karibik, wo im 17. Jahrhundert auf den Zuckerrohrplantagen entdeckt wurde, dass sich aus den Resten der Zuckerproduktion eine Spirituose brennen lässt. Bis heute ist Zuckerrohr der einzige Rohstoff — verarbeitet auf drei Wegen: als Melasse (das Nebenprodukt der Zuckergewinnung, rund 95 % der Weltproduktion), als frischer Zuckerrohrsaft (Rhum Agricole) oder als eingekochter Zuckerrohrhonig. Nach der Gärung mit Hefe wird der Rum destilliert — in Pot Stills für einen schweren, aromatischen Charakter oder in Column Stills für einen leichteren Stil — und meist in Eichenfässern gereift; den genauen Ablauf beschreibt die Rumherstellung. Im tropischen Klima reift Rum schneller als Whisky, verliert dabei aber auch mehr an den sogenannten Angels' Share. Ein wichtiger Punkt zur Einordnung: Seit 2021 gilt in der EU eine Zuckergrenze. Wer sich Rum nennen will, darf höchstens 20 Gramm Zucker je Liter enthalten — süßere Erzeugnisse sind rechtlich nur noch „Spirituose auf Rumbasis". Viele Marken süßen dennoch bis an diese Grenze, um jüngeren Rum weicher und älter wirken zu lassen. Ein ungesüßter Rum trägt oft den Zusatz traditionnel.
Siehe auch: Heavy Rum, Light Rum, Blended Rum, Congeners.