Das Bukett ist die Gesamtheit der Düfte, die ein Wein im Glas entfaltet. Der Begriff stammt vom französischen bouquet (Blumenstrauß). Oft meint Bukett besonders die durch Ausbau und Reifung entstandenen Duftnoten, während Aroma eher die Fruchtnoten der Traube bezeichnet — eine feste Grenze gibt es allerdings nicht.
Wie ein Blumenstrauß aus vielen einzelnen Blüten setzt sich das Bukett eines Weins aus unzähligen Duftnoten zusammen — genau das meint das französische Wort bouquet. Wenn ein Wein die Nase mit Vielfalt und Tiefe erfüllt, spricht man von einem ausgeprägten Bukett.
Und hier lohnt eine ehrliche Klarstellung, denn kaum ein Begriffspaar wird so oft verwechselt: Aroma und Bukett werden häufig synonym benutzt, und einen allgemein gültigen Konsens, wann man welches Wort verwendet, gibt es nicht. Als grobe Orientierung hat sich aber eingebürgert: Aroma meint eher die ursprünglichen Fruchtnoten aus der Traube, das Bukett eher die Düfte, die durch Gärung, Fassausbau und Flaschenreife hinzukommen — also die reiferen, vielschichtigeren Töne.
In der Praxis heißt das: Ein junger, fruchtiger Weißwein hat viel Primäraroma, aber noch kein großes Bukett. Ein gereifter Rotwein oder ein lange auf der Hefe gelagerter Champagner dagegen entfaltet ein komplexes Bukett aus Reife- und Ausbaunoten. Als König der Bukettsorten gilt übrigens der Gewürztraminer — kaum eine Rebsorte duftet so unverwechselbar.
Siehe auch: Retronasal.