Bei der Fassreifung lagert ein Getränk im Holzfass — meist Eiche —, wo es Aromen wie Vanille, Gewürz und Röstnoten aufnimmt, weicher wird und an Komplexität gewinnt.
Das Fass ist mehr als ein Behälter, es ist eine Zutat. Durch die Poren des Holzes gelangt langsam etwas Sauerstoff hinein, und aus dem Holz selbst lösen sich Aromen: Vanille, Gewürznelke, Karamell, je nach Röstung (Toasting) auch Rauch und Röstnoten.
Genau deshalb funktioniert dasselbe Prinzip über Sortimente hinweg. Ein Rotwein im Barrique, ein Whisky im Bourbonfass, ein Rum in der Karibik-Hitze, ein Cognac über Jahre in Limousin-Eiche — überall gibt das Holz Farbe, Aroma und Rundung ab. Wie stark, hängt von Fassgröße, Alter des Fasses und Reifezeit ab: Ein kleines, neues Fass prägt kräftig, ein großes, altes eher zurückhaltend.
Zeit ist dabei der stille Partner — sie bindet Kanten ein und macht aus jung und ungestüm etwas Geschliffenes.
Siehe auch: Slawonien, Château Ksara.