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Whisky

Finishing (Cask Finish)

Beim Finishing wird ein bereits gereifter Whisky für eine zweite, kürzere Reifephase in ein anderes Fass umgefüllt — etwa vom Ex-Bourbon-Fass in ein Sherry-, Port- oder Rumfass. Das legt eine zusätzliche Aromaschicht über den Grundcharakter.

Auch bekannt als: Cask Finish, Finish, Nachreifung, Doppelreifung

Finishing ist die Kür der Fassreifung — eine Art aromatischer Feinschliff am Ende. Nachdem ein Whisky seine Hauptreifung hinter sich hat, meist im Ex-Bourbon-Fass, wird er für eine zweite, deutlich kürzere Phase in ein anderes Fass umgefüllt. Beliebt sind Fässer, die zuvor Sherry, Portwein, Rum, Madeira oder Rotwein enthielten. In diesen Wochen oder Monaten nimmt der Whisky gezielt eine zusätzliche Geschmacksschicht auf: Ein Sherry-Finish bringt Trockenfrucht und Nuss, ein Portwein-Finish rote Beeren, ein Rum-Finish tropische Süße. Der Reiz liegt darin, dass der Grundcharakter der Brennerei erhalten bleibt und nur veredelt wird — anders als bei einer vollen Reifung, die den Whisky komplett prägt. Genau darin liegt die Kunst: Das zweite Fass darf nur so lange einwirken, dass es Nuancen hinzufügt, ohne den Whisky zu überdecken. Auf dem Etikett erkennt man ein Finishing oft an Begriffen wie „Sherry Cask Finish" oder „Port Wood". Für Brennereien ist es ein kreatives Werkzeug, um aus einem Grundwhisky viele verschiedene Ausdrücke zu schaffen — und für Genießer eine spannende Möglichkeit, denselben Whisky in immer neuen Facetten zu entdecken.

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