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Lemberger

Lemberger ist die anspruchsvollste Rotweinsorte Württembergs. In Österreich heißt dieselbe Sorte Blaufränkisch, in Ungarn Kékfrankos. Auf rund 1.900 Hektar in Deutschland – über 90 Prozent davon in Württemberg – ergibt sie kräftige, tanninbetonte Rotweine mit dunkler Frucht, lebendiger Säure und guter Lagerfähigkeit.

Auch bekannt als: Blaufränkisch, Kékfrankos, Limberger, Blauer Limberger, Modra Frankinja, Frankovka

Lemberger, Blaufränkisch, Kékfrankos: drei Namen für dieselbe Rebsorte, je nachdem, ob man in Deutschland, Österreich oder Ungarn steht. Die Herkunft liegt im pannonischen Raum; nach Deutschland kam sie im 19. Jahrhundert.

In Deutschland stehen rund 1.900 Hektar, über 90 Prozent davon in Württemberg – dort belegt sie etwa 16 Prozent der Rebfläche. Sie mag warme, windgeschützte Lagen auf Muschelkalk und Keuper und reift spät.

Der Wein ist die Gegenthese zum Trollinger: dunkel, kräftig, mit deutlichem Tannin und lebendiger Säure. Typisch sind Brombeere, Sauerkirsche und ein pfeffriger Ton. Gut gemacht und im Holz gereift, ist Lemberger einer der lagerfähigsten deutschen Rotweine.

Siehe auch: Egri Bikavér, Sopron, Posavje (Save-Region).

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