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Neusiedler See

Der Neusiedler See im Burgenland ist einer der besten Orte der Welt für edelsüße Weine. Der flache Steppensee sorgt für Morgennebel, die dort fast jedes Jahr zuverlässig Edelfäule entstehen lassen. So gelingen große Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, meist aus Welschriesling, Chardonnay und Weißburgunder.

Auch bekannt als: Neusiedlersee, Seewinkel, Illmitz, Rust

Der Neusiedler See ist ein Steppensee: riesig in der Fläche, aber im Schnitt nur gut einen Meter tief. Diese Kombination ist der Schlüssel. Die große Wasserfläche verdunstet, die kühlen Herbstnächte lassen den Nebel über die Weingärten ziehen – und die Vormittagssonne trocknet ihn wieder weg.

Genau dieser Rhythmus lässt den Edelschimmel Botrytis cinerea gedeihen, ohne dass die Trauben faulen. Er durchdringt die Beerenhaut, das Wasser verdunstet, Zucker und Säure konzentrieren sich. Nirgendwo in Europa gelingt das so zuverlässig wie hier – edelsüße Weine sind am See fast jedes Jahr möglich, nicht nur in Ausnahmejahrgängen.

So entstehen große Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, meist aus Welschriesling, Chardonnay und Weißburgunder. In Rust am Westufer kommt der Ausbruch dazu. Daneben wächst im Burgenland rund um den See viel Zweigelt.

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