Ausbruch ist eine eigene Prädikatsstufe im österreichischen Weingesetz für edelsüße Weine. Die Trauben müssen edelfaul sein und mindestens 30 Grad KMW Mostgewicht erreichen, was rund 156 Grad Oechsle entspricht. Seit 2016 ist die Bezeichnung der Freistadt Rust vorbehalten; seit 2020 ist Ruster Ausbruch eine DAC.
Ausbruch ist eine österreichische Besonderheit: eine eigene Prädikatsstufe, die es im deutschen Weinrecht nicht gibt. Sie liegt zwischen Beerenauslese und Trockenbeerenauslese und verlangt ein Mindest-Mostgewicht von 30 Grad KMW – das entspricht rund 156 Grad Oechsle.
Der Name beschreibt ein altes Verfahren: Aus dem eingetrockneten, edelfaulen Traubenmaterial wurde der Saft nicht gepresst, sondern mit etwas Most oder Wein aus derselben Lage „ausgebrochen“, also gelöst. Die Trauben müssen von Edelfäule befallen oder am Stock natürlich eingeschrumpft und von Hand gelesen sein.
Die Heimat ist die Freistadt Rust am Westufer des Neusiedler Sees, wo der Ausbruch seit dem 17. Jahrhundert Tradition hat. Seit 2016 darf die Bezeichnung nur noch dort verwendet werden, seit Oktober 2020 ist Ruster Ausbruch als DAC geschützt. Typische Sorten sind Welschriesling, Chardonnay und Weißburgunder.