Als semi-generisch gelten in den USA europäische Herkunftsnamen, die dort als bloße Stilangabe auf dem Etikett stehen dürfen, etwa California Champagne, Burgundy, Chablis oder Port. Das US-EU-Weinabkommen von 2006 gab bestehenden Marken Bestandsschutz, verbot aber jede neue Verwendung solcher Namen.
In den USA durften Weine lange europäische Herkunftsnamen als reine Stilangabe tragen, ohne von dort zu stammen: California Champagne, Hearty Burgundy, Chablis oder Chianti. Diese Namen heißen semi-generisch, also halb zur Gattungsbezeichnung geworden.
Das ist der Grund, warum amerikanischer Schaumwein als Champagne verkauft werden konnte, obwohl er nichts mit der Champagne zu tun hat. Genauso wurden Sherry, Portwein und Madeira als bloße Typbezeichnungen genutzt.
Das US-EU-Weinabkommen von 2006 hat dem einen Riegel vorgeschoben: Marken, die einen solchen Namen schon vorher führten, dürfen ihn behalten, etwa Korbel California Champagne; neue sind verboten. In der Praxis sind die Namen ohnehin selten geworden, seit man Weine nach Rebsorte benennt.